Sandvorspülung: Überwachung und Evaluierung

Die Abteilung Küste führt regelmäßig Sandergänzungen an Stränden durch, um den Schutz vor Überflutungen vom Meer aus zu erhöhen. Solche Ergänzungen werden einerseits im Rahmen des Masterplans Küstensicherheit côtière durchgeführt, andererseits als Instandhaltung, um das allgemeine Schutzniveau bleibend sicherzustellen. Durch die natürliche Dynamik des Küstensystems sind unsere Strände nämlich von Erosion und Ablagerungen betroffen. Die Instandhaltung von Risikozonen erfolgt in der Regel durch Sandergänzungen an den Stränden. Der Sand wird somit unmittelbar auf dem Strand ergänzt.

Tekening van een strandsuppletie

 

 

 

 

 

 

Eine Alternative dazu ist die sog. Sandvorspülung, bei der Sand unter der Niedrigwasserlinie auf dem Vorland abgelagert wird. Die natürliche Dynamik sorgt dafür, dass sich der Sand oberhalb der Niedrigwasserlinie in Richtung Strand verlagert und diesen somit auf natürliche Weise ergänzt.

Tekening van een vooroeversuppletie

 

 

 

 

 

Eine Sandvorspülung bietet den Vorteil, dass der Strand während der Durchführung weniger behindert wird. Zudem liegen die Kosten der Durchführung unter denen der herkömmlichen Sandergänzung. Das Prinzip der Sandvorspülung ist an der flämischen Küste weniger gebräuchlich. Um die Eignung dieses Prinzips als alternative Sandergänzung für die Strände unserer Küste zu erproben, nahm die Abteilung Küste im Jahr 2014 eine Sandvorspülung bei Mariakerke (Ostende) vor. In Zusammenarbeit mit dem flämischen Wasserbaulabor wird diese Zone noch bis Ende 2018 regelmäßig überwacht. Im Frühjahr 2019 erwarten wir die Ergebnisse dieser Untersuchung. Das Prinzip der Sandvorspülung wird auf der Grundlage der dann vorliegenden Ergebnisse und anhand der Beschaffenheit des bei Mariakerke gelegenen Strandes beurteilt werden. Da das Verhalten von Sand auf dem Vorland entlang der Küstenlinie von Zone zu Zone verschieden sein kann, überwacht die Abteilung Küste auch die im Jahr 2017 in Nieuwpoort vorgenommene Sandvorspülung.